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Was man bei einer Bewerbung beachten sollte!
Bewerbungen
In unseren Tätigkeiten als Personalmanager und auch als Betriebsrat haben wir so einige Bewerbungen in den letzten Jahren gesehen. Wie man weiß besteht eine Bewerbung klassisch aus Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisses und ggf. weiteren Dokumenten wie zum Beispiel Zertifikaten. Zu dem Thema möchten wir Euch nun unsere Erfahrungen schildern, insbesondere was man bei der Erstellung einer Bewerbung beachten sollte.

Das Anschreiben:

Personaler haben keine Zeit Anschreiben zu lesen, meist werden diese nur überflogen.
Warum? Weil in jedem Anschreiben das gleich steht. Es gibt nur wenige Anschreiben, die sich von anderen abheben.

Worauf Ihr achtet solltet:

Stellentitel:
Ich bewerbe mich auf die Stelle …. stellt sicher, dass dort auch wirklich die richtige Stelle steht. Im Anschreiben stehen zu haben ich bewerbe mich als “Projektassistenz” obwohl es eine Stelle als “Vertriebsassistent” ist zeigt, dass Du nicht gewissenhaft arbeitest.

Der Richtige Ansprechpartner:
Wenn der falsche Ansprechpartner drin steht oder sogar der falsche Firmennamen, habt Ihr schon fast verloren. Also immer noch einmal prüfen, ob Ihr wirklich den richtigen Namen habt. Denn auch dieser Fehler zeigt, dass Ihr nicht gewissenhaft arbeitet.

Das Zitat:

Immer wieder gern genommen sind Zitate. Hier scheiden sich die Geister. Getreu dem Zitat "Zitate benutzen Menschen, die nicht in der Lage sind, selbst die richtigen Worte zu finden" (Geribald Thelonius Fender)  sind wir der Meinung, dass man diese getrost weglassen kann. Warum? Es ist nichts besonderes, Personaler lesen die gleichen Zitate immer und immer wieder, Tag für Tag. Also warum sich die Mühe machen ein passendes Zitat raus zu suchen.

Gehaltswunsch:

Wenn in der Ausschreibung oder in dem Bewerbungsformular die Aufforderung kommt, dass Ihr Euren Gehaltswunsch angeben sollt, dann tut das auch. Schreibt dann nicht ins Formular eine 1 rein, damit da eine Zahl steht, weil es ja ein Pflichtfeld ist.
Personaler mögen es nicht, einer Frage hinterher zu laufen, die schon von Beginn an gestellt wurde. Je nachdem wie Eure Situation ist, überlegt Euch vorher was Ihr verdienen möchtet bzw. wo Eure Schmerzgrenze liegt.

Was nehmen Personaler aus dem Anschreiben mit?

Über wen kommt die Bewerbung, über welches Portal bist Du aufmerksam geworden, Deine Kündigungsfrist, dein Gehaltswunsch. Das sind die wesentlichen Dinge, die Personaler aus dem Anschreiben lesen. Eventuell auch noch der Hinweis, wann Du für ein Gespräch zur Verfügung steht bzw. wann Du im Urlaub bist.

Die Länge

Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Mehr als eine Seite heißt, dass Ihr nicht zum Punkt kommt. Nur zwei Sätze zu schreiben ist dagegen zu kurz.

Der Lebenslauf

Gleich vorweg, benutze kein Foto was Du zu Hause gemacht hast, draußen im Garten, im Urlaub oder sonstwo… Nein! Widerstehe der Versuchung. Wenn Du kein vernünftiges Foto hast, dann lass es weg. Es wirkt immer noch professioneller als ein Bild mit Palme oder Gardine im Hintergrund. Bewerbungsfotos sind Eyecatcher und lockern die Bewerbung auf.

Der Lebenslauf ist für Personaler das Wichtigste an einer Bewerbung. Laut einer Studie von Stepstone Österreich aus dem Jahr 2018, nimmt sich ein Personaler ca. 43 Sekunden dafür Zeit, den Lebenslauf zu lesen. Das heißt dein Lebenslauf sollte übersichtlich sein und in chronologisch umgekehrter Reihenfolge. Also die letzte Station kommt zuerst, denn der Zivildienst vor 20 Jahren ist erst einmal unwichtig.

Unterteilung:

Berufserfahrung
Ausbildung
Weiterbildung

Nicht Lügen

Im Lebenslauf zu lügen ist gar keine gute Idee, stellt sich im Nachhinein heraus, dass Du in der Bewerbung falsche Angaben gemacht hast, kann das eine fristlosen Kündigung rechtfertigen.

Lücken im Lebenslauf

Diese sollten Ihr nicht unter den Tisch fallen lassen. Personaler finden diese Lücken eh, also warum nicht gleich reinschreiben, dass es eine gibt. Und warum nicht einfach ehrlich sein, wenn Ihr arbeitsuchend wart, dann ist das so. Natürlich kann man dafür einen andere Begriffe wählen wie "Berufliche Neuorientierung". Hattet Ihr in der Zeit aber einen Aushilfsjob, um Euch über Wasser zu halten, dann könnt Ihr das noch dazu fügen.

Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten eine Lücke zu beschreiben. Mehrfach ein Lücke mit dem gleichen Argument zu füllen kann nach hinten los gehen. Wer z.B. insgesamt ein Jahr an einem Buch in Vollzeit arbeitet und am Ende nichts vorzuweisen hat, macht sich unglaubwürdig.

Ich bin dann mal weg

Viele nutzen die Zeit nach dem Abitur oder nach dem Studium für eine Auszeit und um die Welt zu bereisen. Das ist vollkommen ok, aber schreibt das auch rein. Wir Personaler haben zwar eine Vermutung, aber hellsehen können wir dann doch nicht. Interessant ist für uns natürlich zu wissen, in welchen Ländern Ihr unterwegs wart und ob Ihr dort auch einen Job im Rahmen von “Travel und Work” ausgeführt habt.

Langes Studium

Personalern fällt auch auf, wenn das Studium über die Regelstudienzeit hinaus geht. Spätestens im Bewerbungsgespräch wird danach gefragt, aber auch nur, wenn Ihr es soweit schafft. Also schreibt doch rein, dass Ihr Euch das Studium selbst finanziert habt und nicht das Glück hattet von Mama und Papa gesponsert zu werden oder einen Kredit aufnehmen wolltet. Dafür eignet sich das Anschreiben oder einfach ein kleiner Satz unter der Angabe des Studiums.

Viele Wechsel

Personaler werden misstrauisch, wenn es im Lebenslauf zu viele kurze Stationen und häufige Wechsel gibt. Einige lassen sich sicherlich gut erklären, wie zum Beispiel der Umzug in andere Städte, weil der Mann den Job gewechselt hat und die Frau mitgegangen ist.

Viele Jahre lang galt der Spruch, dass man ca. alle zwei Jahre den Job wechseln sollte. Dem stehen wir kritisch gegenüber, warum sollte ich den Job wechseln, wenn mir der Job und das Arbeitsumfeld gefällt. Sicherlich ist es schwierig, wenn Jemand nach 20 Jahren den Job wechseln möchte. Denn sich auf einen neuen Job einzulassen und wieder alles neu zu lernen ist nicht einfach.

Wenn Ihr den ein oder anderen Tipp berücksichtigt, könnte es vielleicht mit dem neuen Job klappen.

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